Ü50 Berichte

Oktoberfest mit zünftiger Blasmusik

Die Wirtsleute von Gasthaus „Weinsteige“ hatten zusammen mit der Vorstandschaft des TSV Güglingen am 15. Oktober erstmals zu einem Frühschoppen-Konzert auf die Terrasse des Lokals beim „Manfred-Volk-Stadion“ eingeladen und freuten sich darüber, dass bei strahlendem Herbstwetter über 50 Gäste gekommen waren, um sich an der lockereren Melodien-Folge zu erfreuen, die von der Gruppe Ü 50 des Güglinger Musikvereins unter Leitung von Wolfram Seidl geboten worden ist.

Die Gruppe spielte sich mit einem bunten Mix aus Schlagern, Polka und vielen Ohrwürmern gleich in die Herzen der Besucher und hatten bei ihrem Vortrag offensichtlich genauso viel Spaß wie die Gäste beim Zuhören. Natürlich durfte die legendäre „Amboss-Polka“ mit Bernd Schickner und das „Trompeten-Echo“ – auf der Klarinette von Frieder Boll gespielt – nicht fehlen.

Natürlich „lebten“ die Gäste nicht nur von musikalischen, sondern auch von leiblichen Genüssen aus der Weinsteige-Küche und verbrachten bei fast hochsommerlichen Temperaturen im Schatten von Sonnenschirmen angenehme Stunden in der „Weinsteige“.

Die Familie Friedrich und der TSV Güglingen haben mit diesem „Oktoberfest“ den Auftakt zu einer kleinen Veranstaltungs-Serie gemacht, der sich jetzt am 21. Oktober mit einem ukrainischen Abend, am 4. November mit einem rumänischen Abend, einem Advents-Brunch am 10. Dezember und einem Silvester-Fest am 31. Dezember fortsetzen wird. Landestypische Gerichte werden bei diesen Themenabenden zusammen mit Live-Musik serviert. Weitere Infos gibt’s bei den Wirtsleuten unter Telefon 07135 / 6610. -rob/Foto: Baumann/10_2017

Sommerlaune mit Blasmusik im Deutschen Hof

Mit einer offenen Bläserprobe erfreute die Ü50-Gruppe des Güglinger Musikvereins die Zuhörer

Von Kerstin Besemer

„Das ist ja mal eine nette Überraschung“, so der begeisterte Kommentar einer Restaurantbesucherin im Güglinger Deutschen Hof. Wie manch andere auch, lauschte sie eher zufällig der Offenen Probe der Ü50-Gruppe des Güglinger Musikvereins. Die neun Musikerinnen und Musiker präsentierten zu ihrer regulären Probenzeit am Freitagabend fast zwei Stunden lang Ohrwürmer aus den letzten Jahrzehnten, wie die Amboss Polka, Das Wandern ist des Müllers Lust, La Paloma oder Eine Reise ins Glück. Der laue Abend war wie gemacht für ein spontanes Open-Air-Konzert. Sogar eine große Gruppe Zuhörer aus dem Westerwald lehnte sich entspannt auf den Stufen um den Weinbrunnen zurück und freute sich über das unfreiwillige Erlebnis am Vorabend einer Hochzeitsfeier, zu der sie angereist waren. „Damit hatten wir natürlich nicht gerechnet, aber es passt hervorragend in unser Festwochenende“, sagten sie.

Seit rund drei Jahren besteht die Ü50-Gruppe. Es musizieren wenige Fortgeschrittene mit Anfängern und Wiedereinsteigern zusammen und haben sich innerhalb des Musikvereins Güglingen mittlerweile als Ensemble etabliert, das sich dem traditionellen Liedgut, der Volksmusik, dem Schlager und klassischen Werken, wie Chorälen widmet. Zu einem großen Teil sind die Musiker auch in der Jugendkapelle oder im Aktiven Verein dabei. „In dieser kleinen Besetzung spielen wir in sozialen Einrichtungen, bei Bewirtungen im Weinberg, auf privaten Feiern oder bei der Feuerwehr als musikalische Gäste“, formuliert Wolfram Seidl, der die Gruppe leitet. Der Multi-Instrumentalist spielt bei den Ü50ern Akkordeon und arrangiert die Stücke jeweils nach dem Leistungsstand der Musiker sowie für das entsprechende Instrument. „Das ist häufig notwendig, denn wir haben eine ziemlich kuriose Besetzung“, erklärt er. Es fehlen zum Beispiel Trompeten, dafür spielt ein Keyboard mit, eine Cajón, eine hohe Es-Klarinette und zwei tiefe Tenorhörner. Auch die zwei Saxofone sind hoch und tief besetzt.

Das schadet dem Gesamt klang jedoch gar nicht. Gleich zweimal wird der Klassiker „Marina“ zum Besten gegeben, bei dem Friedrich Boll am Saxofon brillierte. Bei „Schürzenjägerzeit“ von den Zillertaler-Schürzenjägern nickten viele anerkennend, und es dauertr nicht lange, da wurde mitgeklatscht, mit den Füßen gewippt und die kleinen Kinder tanzten vor dem Weinbrunnen zu den Klängen vor der Herzogskelter. Den Musikern wurde zwischendurch ein Viertele serviert und – wie in einer Probe üblich – musste zwischendurch auch mal gestimmt werden. Mit ihrem stimmungsvollen Beitrag zeigte die Gruppe, dass Musik in jedem Alter eine Bereicherung ist. Das Repertoire umfasst nach nur wenigen Jahren mittlerweile über 50 Titel, so dass die Musiker für jeden Anlass das Passende im Notenkoffer haben. „Die Geselligkeit nach der Probe kommt selbstverständlich auch nicht zu kurz“, lässt Saxofonist Bernd Schickner augenzwinkernd wissen, und lässt sich nach der Open-Air-Vorstellung mit seinen Mitstreitern im benachbarten Restaurant nieder. /08_2017

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