Berichte

Beschwingtes Wippen, Glühwein und Wurst beim Neujahrsauftakt

Auftakt im Deutschen Hof: Bürgermeister Ulrich Heckmann begrüßt mit dem Musikverein das neue Jahr. Von Kerstin Besemer

Den Glühwein in der rechten, die rote Wurst in der linken Hand feierten die Bürgerinnen und Bürger im Güglinger Deutschen Hof am Sonntagabend das neue Jahr. Bei Blasmusik und guten Wünschen des Rathauses tauschte man sich aus über die vergangenen Feiertage und den Start in den Alltag in der kommenden Woche. Den Termin am Ende der Weihnachtsferien nutzt der Musikverein traditionell, um Freunden und Bekannten, Alt und Jung Gelegenheit zum Austausch zu geben. Das ließen sich die Güglinger nicht zweimal sagen. Trockenes Wetter und Temperaturen, bei denen Glühwein und Punsch gut schmecken, trugen dazu bei, dass viele Zuhörer den Klängen lauschten.

Für Behaglichkeit im Januar sorgten ein Feuerkorb und unzählige Kerzengläser, die den Deutschen Hof und die Herzogskelter in warmes Licht tauchten. Bekannte Melodien, wie Sweet Caroline oder In Harmonie vereint, Silberfäden oder der berühmte Fliegermarsch aus der Operette Der fliegende Rittmeister, sorgten für beschwingtes Wippen im Publikum, nicht nur wegen der Kälte. Nach über fünf Jahrzehnten, die der Musikverein Güglingen bereits in der Stadt präsent ist und viele Termine musikalisch begleitet, kennen die Zuhörer ihre Kapelle gut, so dass auf den persönlichen Geburtstagsgruß an eine Saxofonistin begeisterter Applaus folgte.

In familiärer Atmosphäre folgten Grußworte und die besten Wünsche der Stadt an die Bevölkerung durch Bürgermeister Ulrich Heckmann. Im ersten Jahr nach seiner Wahl versprach er, neue Wege zu gehen. „Mit der Umgehungsstraße werden wir einen Schritt vorankommen und den Spatenstich noch in der Amtszeit des aktuellen Gemeinderats realisieren.“ Außerdem werde in einem Jahr bereits das Burrer Areal in der Nähe des Deutschen Hofs komplett anders aussehen. „Ein Anliegen ist mir auch die Vereinheitlichung der Kindergartengebühren. Es kann nicht sein, dass in Großstädten um uns herum die Bemessungsgrundlage gleich ist, bei uns in Güglingen aber Unterschiede gemacht werden.“ Erfreulich sei, dass in zwei Wochen bereits mit Pfarrer Kübler die Vakatur in der evangelischen Kirchengemeinde ein Ende habe. „Ich freue mich auf eine gute Zusammenarbeit“, betonte er.

Bewusst kurz halten die Musiker ihr Programm beim alljährlichen Neujahrsauftakt. „Die Kälte ist nicht gut für Finger und Instrumente“, so die kommissarische Dirigentin Tanja Lustig. Auch die Zuhörer möchte die Kapelle nicht unnötig lange ausharren lassen. „Wir freuen uns, wenn wir uns am 10. März, um 19.30 Uhr, zum Frühjahrskonzert in der Herzogskelter wiedersehen“, erinnerte zweiter Vorstand Knut Ahrens an den Höhepunkt im Vereinsjahr für den Musikverein Güglingen. Hier zeigen die Musiker einen Querschnitt ihres Programms, bei dem auch die Jugendkapelle und die Bläserklassen stets ihren Auftritt haben. / 01_2018

Musikalische Vielfalt als Markenzeichen

Der Musikverein Güglingen begeisterte mit einem Mix aus traditioneller und moderner Blasmusik. Von Kerstin Besemer

Auf kein Genre festgelegt und äußerst spielfreudig präsentierten sich die Musiker des Güglinger Musikvereins am Samstagabend in der gut besuchten Herzogskelter zum traditionellen Frühjahrskonzert. Die Altersspanne der Bläser reichte dabei von den Drittklässlern bis zu versierten Spielern im Seniorenalter. Ihr Repertoire spannte einen musikalischen Bogen von bekannten Musical-Hits über Rock- und Popmusik der aktuellen Charts bis hin zu Märschen und Polkas. Souverän und kurzweilig moderierten Alexander Lutz und Sabrina Wildt die Stücke in Dialogform an. Romy Lustig und Nacara Leckebusch übernahmen die Moderation für die Jugendkapelle und die Bläserklassen der Katharina-Kepler-Schule.

Zahlreiche neue Stücke hatte Dirigent Klaus Kohler mit den Güglinger Blasmusikern einstudiert. Aufhorchen ließ gleich zu Beginn „Choral and Rock-out“, eine spannende Kombination aus klassischer Fuge in modernem Arrangement. Chariots of Fire erinnerte an die Eröffnung der olympischen Spiele 2012, und zu einem Medley aus beliebten Elton-John-Stücken wippte so mancher mit den Füßen. Ebenfalls neu war die New York Overture, ein musikalischer Spaziergang durch die Stadt, die niemals schläft. Temporeich und energiegeladen begleiteten die Bläser ihre Zuhörer entlang der Freiheitsstatue, durch den Stadtteil Harlem oder durch den Battery Park. Dass man auch Ü50 noch fit zum Instrument-Erlernen ist, bewies die gleichnamige Truppe um Dirigent Wolfram Seidl. Mitreißende Schunkler in gut spielbaren Arrangements sorgten dafür, dass im Saal bald ausgelassene Stimmung herrschte. Bernd Schickners launige Moderation tat ihr Übriges. Auch die Ü50er durften nicht ohne angemessene Zugabe von der Bühne.

Geehrt wurden in diesem Jahr Saxofonist Robin Eichhorn und Schlagzeuger Luca Besemer, zwei Jugendliche, die erfolgreich an den D-Prüfungen des Kreisblasmusikverbandes teilgenommen hatten. Mit dem erlernten musiktheoretischen Wissen und ihrem Können am Instrument qualifizieren sich für weitere Aufgaben innerhalb des Vereins. / April 2017

                                    Hörprobe I                                   Hörprobe II

 

Nachlese Wanderung  

Am Samstag, 04.02.2017 hat der Musikverein Güglingen eine kleine Wanderung für alle Musiker, Freunde und Helfer des Vereins organisiert. Los ging es um 14 Uhr an der Grund- und Hauptschule in Güglingen. Über die Güglinger Feldwege ging es nach Eibensbach aufs Stückle von Fam. Walter. Dort wartete schon ein heißer Glühwein oder Punsch und das Grillfeuer auf die fleißigen Wanderer. Für den Nachtisch war mit reichlicher Kuchenauswahl ebenso bestens gesorgt. So verbrachten alle trotz des nicht besonders einladenden Wetters oder vielleicht auch genau deshalb, einen gemütlichen Nachmittag in geselliger Runde. Von Chrstina Boger-Süß

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